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Das Luftgewehr – Ein Sportgerät für Jung & Alt

31.01.2017 - Armsquare GmbH

Unter einem Luftgewehr verstehen sich Gewehre, die ein Geschoss durch die Ausdehnung von komprimiertem Gas antreiben. Was ist ein Luftgewehr?

 

Unter einem Luftgewehr verstehen sich Gewehre, die ein Geschoss durch die Ausdehnung von komprimiertem Gas antreiben. Der deutliche Unterschied zu klassischen Feuerwaffen ist, dass das unter Druck stehende Gas nicht durch Verbrennen einer Treibladung erzeugt wird. Es wird inner- oder außerhalb der Waffe mechanisch verdichtet. Das verwendete Gas muss übrigens nicht zwingend Luft sein, es existieren auch Luftgewehre, bei denen andere Gase zum Einsatz kommen. Die meisten Luftgewehre dienen zur Übung der Schießfertigkeit und gelten wegen der geringen Betriebskosten und des vergleichsweise problemlosen Erwerbs als beliebte Sportgeräte.

 

Was ist beim Kauf eines Luftgewehrs zu beachten?  

Luftgewehren sind bis 7,5 Joule frei erhältliche Waffen. Auch ohne Waffenschein oder Kaufberechtigung können sie problemlos ab einem Alter von 18 Jahren erworben werden können. Dennoch unterliegen sie dem deutschen Waffengesetz. In Deutschland sind alle frei verkäuflichen Luftgewehre mit dem F-Zeichen versehen, welches ein Luftgewehr als frei verkäufliche Waffe ausweist. Diese freie Verkäuflichkeit von Luftgewehren bezieht sich auf Modelle mit bis zu 7,5 Joule Energie. Ein Geschoss erreicht dabei eine Geschwindigkeit von ca. 160 Metern pro Sekunde.

 

Natürlich sind auch Luftgewehre erwerbbar, bei denen die Geschossgeschwindigkeit über 7,5 Joule liegt. Solche Ausführungen sind jedoch mit scharfen Waffen gleichgestellt.

Außerhalb Deutschlands gibt es oftmals keine solche Begrenzung für Luftgewehre. Häufig sind sogar sind Luftgewehre mit hoher Energie frei verkäuflich. In Polen ist es problemlos möglich Luftgewehre zu kaufen, die mit bis zu 16 Joule Durchschlagskraft feuern. Wer ein solches Gewehr erwirbt und unangemeldet zurück nach Deutschland einführt, befindet sich allerdings nicht nur in „unerlaubtem Waffenbesitz“, sondern hat sich zudem noch des Waffenschmuggels schuldig gemacht. Häufig werden diese Klagen jedoch gegen eine Strafe fallen gelassen und die Waffen einfach einkassiert.

 

Auf die Jagd mit dem Luftgewehr?

 

Mit Luftgewehren darf niemals auf Tiere geschossen werden. Durch das Bundesjagdgesetz sind alle größeren Wirbeltiere, auch beispielsweise Marder, geschützt. Wer jagen will braucht einen Jagdschein. Selbst ein Besitz eines Jagdscheins erlaubt es nicht mit dem Luftgewehr auf die Pirsch zu gehen. Ein Inhaber eines Jagdscheins, der mit einem Luftgewehr jagt, wird diesen vermutlich sehr schnell verlieren.

 

 

Wo darf ich mit dem Luftgewehr schießen?

 

Das Schießen ist nur zulässig auf zugelassenen Schießstätten oder auf befriedendem
Grundstück, wenn das Geschoss das Grundstück nicht verlassen kann.  Bei aller freien Erhältlichkeit und relativen Ungefährlichkeit sollte mit einem Luftgewehr niemals wild in der Gegend herumgeschossen werden. Mit Erlaubnis des Besitzers kann auch auf fremden Gelände geschossen werden, auch hier darf die Kugel jedoch nicht jenseits der Grenze landen. Sinnvoll ist immer die Verwendung einer Schutzbrille als reine Sicherheits-maßnahme, da gegebenenfalls abprallende Kugeln und Querschläger sonst für unnötige Gefahren sorgen könnten.

 

Der Wettkampf mit dem Luftgewehr

 

Wettkämpfe mit dem Luftgewehr werden in Deutschland vom Deutschen Schützenbund in folgende Kategorien unterteilt:

 

 

Das Luftgewehr olympisch im Match-Schießen

 

Geschossen wird dabei über eine Distanz von 10 Metern. Ziel des Wettkampfes ist es die Mitte einer Schießscheibe zu treffen. Der Durchmesser der „Zehn“ beträgt 0,5 mm mit ± 0,1 mm Toleranz. Gezielt wird mit Hilfe eines Diopters und eines Korntunnels. Besonders wichtig ist dabei eine ruhige Hand und Konzentrationsvermögen des Schützen. Bis zum Alter von 45 Jahren wird Luftgewehr grundsätzlich stehend freihändig geschossen, wobei der Schütze ohne Anlehnung und künstliche Stützen stehen muss. Es gibt für Jungschützen auch die Disziplin „Dreistellungskampf“ liegend – stehend – kniend. Diese Disziplin wird nur bis zur Vollendung des 16. Lebensjahr ausgeübt als Vorbereitung auf die entsprechende Disziplin im Kleinkaliberschießen. Zum Luftgewehrschießen gehört auch die Disziplin „Laufende Scheibe 10 m“, die als einzige mit einem Zielfernrohr auf dem Luftgewehr geschossen wird (in Anlehnung an das jagdliche Schießen).

Ab 56 Jahren wird in vielen Schützenvereinen auch das Schießen mit einem aufgelegten Luftgewehr angeboten. Die Regeln dafür hat der Deutsche Schützenbund 2005 in die Sportordnung aufgenommen. Beim Schießen darf dabei nur das Gewehr gehalten werden, die Auflage darf nicht berührt werden. Da die Leistungsdichte hier sehr eng ist (300 Ringe bei 30 Schuss sind nicht selten), werden die Schießscheiben nur noch elektronisch ausgewertet.

 

  Mit dem Luftgewehr auf die „Laufende Scheibe“ schießen

 

Eine besondere Wettkampfkategorie mit dem Luftgewehr ist „Laufende Scheibe 10 m“.

Geschossen wird mit maximalem Luftgewehr-Kaliber von 4,5 mm auf Ringscheiben mit einer Zielmarke und zwei Ringeinteilungen von 1 bis 10 (Scheibe 15 cm hoch, 26 cm

lang), äußerer Ringdurchmesser der 10 = 5,5 mm (Innenzehner

0,5 mm), Breite von Ring 1 zu Ring 9 = 2,5 mm,

Gesamtdurchmesser = 50,5 mm. Dabei dar auch eine Scheibe mit einer

Ringscheibe und zwei Zielmarken darf auch verwendet

werden. Der Anschlag muss stehend freihändig sein. Die Besonderheit bei diesem Wettkampf ist, dass bis zu dem Augenblick, in dem die Scheibe sichtbar wird, der Schütze in schussbereiter Stellung zu stehen und sein Gewehr mit beiden Händen zu halten hat, wobei der Gewehrkolben die Markierung unterhalb des Ellenbogens

berühren muss. Erst beim Erscheinen der Scheibe darf der Schütze das Luftgewehr in Anschlag (mit beiden Händen gegen die Schulter) stemmen.

 

Unterschieden wird zwischen folgenden Programmen:

 

 

Tipps für das erfolgreiche Schießen mit dem Luftgewehr

 

Körperhaltung

 

 

Das Halten des Gewehrs

 

 

Atmung

 

 

Das Abziehen

 


Jagdschein und Kleiner Waffenschein – Was unterscheidet sie vom normalen Waffenschein?

Neben der Waffenbesitzkarte und dem Großen Waffenschein beinhaltet das deutsche Waffenrecht den kleinen Waffenschein und den Jagdschein.

Kategorie: Allgemein , eingestellt am 31.01.2017